Crystaloiden
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Siliziumartige
Leben auf Silikonbasis beginnt in nahezu allen Fällen im, für die meisten anderen Lebensformen absolut tödlichen Inneren von Planeten. Hier wirken Hitze und Druck als schöpferische Kräfte. Diese natürlichen, geologischen Reaktorzonen lassen unter günstigen Umständen siliziumreiche Polymerstrukturen entstehen. Unter vulkanischen Pulsen ordnen sie sich immer und immer wieder neu an, bis eine stabile Konstellation entstanden ist, die als voll funktionierendes Lebewesen emporsteigen kann. Elektrische Impulse organischer Wesen, manifestiert sich hier als komplexe Resonanzmuster. Dieses Denken ist ein stetes Flirren aus Temperatur und Vibration, welches sich in flexiblen Silikongittern verankert. Die Körper solcher Wesen können äußerst unterschiedlich ausfallen. Viele Arten sind stark von ihrer Umgebungstemperatur abhängig und werden bei großer Hitze geschmeidig, während sie bei Kälte in Bewegungslosigkeit erstarren. Konzepte wie Zellalterung und Krankheiten, so wie unheilbare Verletzungen sind ihnen meist fremd, denn beschädigtes Material polymerisiert einfach neu. Kurios ist auch die Funktionsweise des silikonbasierenden Bewusstseins. Es existiert als Muster aus Resonanzen, welche zumindest theoretisch, auf andere passende Silikonstrukturen übertragen werden können. Meistens unterscheidet sich die Vorstellung der Zeit Siliziumartiger radikal von der organischer Lebensformen. Wer nicht altert, lässt seine Entscheidungen langsam und mit großer Präzision wachsen. Organisches Leben erscheinen diesen Wesen meist wie aufflammende Funken, faszinierend, aber schwer zu erfassen.