Encyclopaedia Galactica

Droiden

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Die Homunculi der Moderne

Droiden sind künstliche Intelligenzen, die über auf Technik basierende Denkeinheiten und an Organe erinnernde Innereien verfügen. Allerdings sind sie synthetischer Natur, können abgeschaltet oder stillgelegt werden. Sie fallen erst aus, wenn ihre Energie auf Null sinkt und müssen meist mittels externer Energiequellen geladen werden. Werden Droiden beschädigt, können sie in vielen Fällen wieder repariert oder gar reanimiert werden. Sie haben im Gegensatz zu lebenden Wesen keine konstitutionelle Biologie, sondern verfügen über interne Energiebänke. Anstelle durch Schlaf zu regenerieren müssen sie auf ihre Ladekapazität und den aktuellen Ladestand achten. Letzterer wird von ihren Aktivitäten und der verstrichenen Zeit in Aktion definiert. Im Ruhezustand verlieren die meisten Droiden nahezu keine Energie. Die Aufladung der Energiebänke erfolgt bei den meisten Modellen prämodularer Zeit induktiv, aber wenn diese Möglichkeit nicht gegeben ist, können die meisten von ihnen auch über altmodische Anschlüsse geladen werden. Hierbei brauchen die meisten Droiden etwa sechs Stunden für eine volle Ladung und können damit rund 30 Stunden agieren. Ein Droide, dessen Ladestand bei null steht, wird automatisch in den Ruhezustand versetzt.

Biologische Wesen verfügen über Haut, Muskeln, Knochen oder natürliche Panzer. Droiden haben ein Innenleben und eine Hülle aus der auch ihre Körper zusammensetzen. Hierbei entspricht das Innenleben, die technischen Bauteile, Flüssigleiter, KI-Träger, Datenbänke, Energiebänke und alle weiteren inneren Komponenten eines Droiden am ehesten den Organen, Muskeln und Knochen lebender Wesen. Die Hülle hingegen entspricht im Grunde einer Rüstung, wie sie zum Beispiel ein Mensch tragen könnte. Im Schadensfall wird bei Droiden also immer zuerst die Hülle betroffen. Eine natürliche Regeneration gibt es in den allermeisten Fällen nicht. Beschädigte Droiden müssen wie besagte Rüstungen repariert werden.

Werte

Droiden können ihre Grundwerte und ihre Berufung weder bei der Erschaffung, noch mittels Erfahrung verändern. Beides ist im jeweiligen Modell verankert. Spezialisierungen hingegen können über die Programmierung hinzugefügt werden.

Modslots

Droiden können über Modifikationen aufgerüstet oder zweckentfremdet werden. Ein Lastendroide zum Beispiel, könnte mittels eines Taktikmods zu einem Kampfdroiden umgerüstet werden. Je mehr Modslots ein Droide hat, um so mehr Modifikationen können verbaut werden. Mods sind sehr teuer. Sie sind modular und können meist ohne Probleme aus einem Modell aus- und in ein anderes eingebaut werden. Hierzu wird allerdings ein profunder Techschmied benötigt, denn schnell ist ein Anschluss abgeknickt und der Droide kann beim Aktivieren des Mods beschädigt werden. 

 

Leben und Tod

Werden Droiden beschädigt, genesen sie nicht durch Ausruhen oder sonstige Heilmittel. Ebenfalls ist es nicht möglich ihre Schadenklasse mittels Medizin zu senken. Sie müssen in einer Tech-Schmiede repariert werden. Der Schmied muss hierfür Handwerkskunst als Berufung ausgewählt haben. Trifft dies zu, wird mittels dieser Spezialisierung ähnlich verfahren, wie in Falle biologischer Wesen mit Medizin. Allerdings gelten alle Beschädigungen von Droiden sofort als stabilisiert und verschlechtern sich damit auch nie automatisch. Ein Droide kann nicht im herkömmlichen Sinne sterben. Dennoch legt ihn eine Schadenklasse von 18 still. Er fällt in eine Art Koma, kann jedoch mit etwas Glück selbst aus diesem Zustand erweckt und repariert werden. Vielleicht fehlen ihm dann einige Daten, vielleicht ist er aber auch wieder der Alte. Diese Fragen zu beantworten obliegt dem Spielleiter. 

Psionik

Es ist Droiden generell nicht möglich psionische Kräfte zu erlernen und einzusetzen. Sie können begreifen, dass solche feinstofflichen Vorgänge Teil ihrer physikalischen Umgebung sind, doch fehlt ihnen die Möglichkeit sie in ihrer künstlichen Gedankenwelt zu erfassen oder gar zu manipulieren. 

 

Die wichtigsten Komponenten

Die meisten bekannten Droidenhersteller setzen auf die selben oder zumindest auf ähnliche Bauteile für ihre Produkte. Viele davon (vor allem die Kleineren) sind sogar von Modell zu Modell austauschbar. Die hier gezeigte Übersicht stellt natürlich nur einen Bruchteil der auf den Märkten der IGA und der SUKOT vorkommenden Bauteile dar, soll aber zumindest ein generelles Bild über die wichtigsten Komponenten liefern.

  • Anschlüsse (Ladeadapter) dienen Droiden dazu um sie an externe Energieversorgungen anschließen zu können. Hierbei gibt es verschiedene Arten von Energieformen. Manche Droiden werden mit Wasser geladen, andere mit Energieplasma und wieder andere einfach mit Strom. Droiden mit Verbrennungsaggregaten gibt es schon lange nicht mehr. Entsprechende Tankstellen wurden ebenfalls seit langer Zeit aus dem Verkehr gezogen.
  • Datenbänke sind Speichermedien auf die der Droide als Langzeitgedächtnis zurückgreifen kann. Die abgelegten Erinnerungen müssen willentlich aufgerufen werden, belasten aber dafür nicht seine Denkroutinen. Viele Droidenmodelle sind in der Lage ein Backup ihrer Erinnerungen auf ihre Datenbänke zu verteilen und diese können dann im Ernstfall ausgebaut und auf einen anderen Körper übertragen werden. Man darf diesen Vorgang aber nicht als eine Art Seelentransplantation sehen. Werden Erinnerungsdaten übertragen, gehen sämtliche, den Charakter des Droiden prägenden Eigenschaften verloren. Während den ersten Körper die Erinnerungen über einen langen Zeitraum prägten geschieht dies bei dem neuen in wenigen Stunden und nimmt viele Daten aus ihrem Kontext. Der neue Droide hat dann zwar das Wissen und viele der Fähigkeiten seines Vorgängers, doch wird er sich anders verhalten und einen eigenen Charakter ausbilden.
  • Energiebänke dienen der energetischen Versorgung eines Droiden. Sie nehmen im Normalfall einen großen Teil des Körpers ein. Ihr Eigengewicht macht etwa ein Drittel des Gewichtes des Droiden aus. Energiebänke benötigen vor allem beim Aufladen eine Kühlung. Es gibt zwei typische Kühlsysteme moderner Droiden: Flüssigkeitskühlungen, welche ähnliche eines Blutkreislaufes von Lebewesen funktioniert und die Kühlung über spezielle Aggregate. Letztere kann deutlich effizienter sein und wird meist bei schnellen Kampfdroiden verbaut. Es gibt auch Modelle die beide Kühltypen in sich vereinen.
  • Energierecycler unterstützen Energiebänke und sorgen so für eine längere Versorgung des Droiden. Viele Modelle verfügen über Solarwandler, andere ziehen Energie aus Servos oder können zusätzliche Leistung aus Wärme gewinnen. Manche Droiden sind in der Lage über einen Verbrennungsrecycler Materialien in Hitze umzuwandeln, ein Vorgang der im Grund nichts anderes darstellt als eine primitive Nahrungsaufnahme. Nur die kleinsten Droiden müssen sich ohne Recycler allein auf ihre Energiebänke verlassen. 
  • Flüssigleiter nennt man das Leitungssystem, welches die Befehlsimpulse der künstlichen Intelligenz eines Droiden an seine Motorik (meist Gyros) leitet. Es gibt aber auch Modelle, die auf althergebrachte Leitungssysteme, zum Beispiel Hybraleiter aus Gold setzen, doch können diese niemals derart viele Impulse in so kurzer Zeit übertragen wie ein System von Flüssigleitern.
  • Generatoren haben zwei Funktionen: Sie maximieren die von den Energiebänken stammende Energie und leiten sie an die Gyros und anderen Komponenten und sind oft an verschiedene Energierecycler angeschlossen und sorgen so für eine optimierung des Energiehaushaltes.
  • Gyros sorgen für die Beweglichkeit. Es handelt sich dabei um winzige Motoren, welche bei modernen Modellen meist ohne Magnetismus auskommen. Stattdessen setzen viele Hersteller vor allem auf Flüssigkeitsbetriebene Gyros. Diese sind in das Kühlsystem integriert und nutzen den Fluss und die Wärmeenergie von diesem. In einem zeitgemäßen Armgelenk eines Droiden befinden sich meist wenigstens vier, oft bis zu acht Gyromotoren die unzählige Gelenkbewegungen erlauben.
  • Induktionstransmitter sorgen dafür, dass Droiden, die sich auf Induktionsfeldern befinden ohne Anschlüsse aufladen können. Bei den meisten Modellen befinden sich die Emitter in den Beinen, wo sie nahe an den am Boden befindlichen Felden sind und die Energieübertragung gewährleisten können.
  • KI-Träger oder Träger der künstlichen Intelligenz, sind die Gehirne von Droiden. In nahezu allen Modellen die groß genug sind, werden wenigstens drei von ihnen verbaut. Dabei werden alle Daten stets auf alle Trägern gespiegelt. Ist einer der Träger überhitzt oder wird beschädigt, laufen die Verbleibenden weiter. Tatsächlich kann man bei vielen Modellen sogar einen der Träger im laufenden Betrieb austauschen. Wichtige Komponenten der KI-Träger sind das Kommunikationsmodul, das Logikmodul, das Psychomodul, und die Sensoranschlüsse.
  • Manipulatoren & Mobilisatoren nennt man Arme, Beine, Hände, Finger, Füße, Rollen oder gar Tentakel, welche dafür sorgen, dass Droiden mit ihrer Umwelt interagieren und sich bewegen können. Dem Einfallsreichtum der Hersteller ist hierbei keine Grenze gesetzt. Humanoide Bauformen dürfte allerdings dominieren. Dies liegt an der Praxistauglichkeit dieses Aufbaus im Alltag mit ebenfalls humanoiden Spezies.
  • Neurotransmitter sind für die schnelle Weiterleitung von Denkprozessen verantwortlich. Mit echten Nervenknoten vergleichbar erhalten sie Daten der KI-Träger und leiten sie an die entsprechenden Komponenten weiter.
  • Nutzer-Controller-Einheiten (NCEs) stellen bei manchen Droiden die Verbindung zwischen Mensch und Maschine dar. Es handelt sich dabei meist um Zerolinkemitter, welche es den Besitzern ihrer Droiden erlauben diese fernzusteuern. So können Sensordaten der Droiden auf entsprechend modifizierte Pads übertragen werden und der Nutzer kann dem Droiden mittels Sprachbefehle auf große Distanzen Aufträge erteilen. Allerdings ist der Einsatz auf einigen Welten der SUKOT mittlerweile nicht mehr erlaubt. Die Gesetzesdaten zur Autonomität von künstlichen Intelligenzen verbieten eine direkte oder gar neurologische Kontrolle von Droiden. Droiden die ab Werk NCEs verbaut bekamen, müssen diese mittels Terminator blindgeschaltet bekommen, sobald sie Welten wie Asam, Kirn 8 oder gar eine shivaitische Kernwelten betreten.
  • Sensoren und sensorische Komponenten gibt es wie Sand am Meer. Nahezu jede Kultur hat eine eigene Vorstellung wie ihre Droiden ihre Umgebung wahrnehmen sollen. Hinzu kommen unzählige Sensoren für spezielle Aufgaben wie Nachtsicht, Falschfarbenlinsen, Rundumblickaugen oder Bewegungslinsen. Es gibt sogar Droiden, die in der Lage sind mit speziellen akustischen sensoren durch die Membran in den Zwischenraum zu lauschen (da ja das Sehen der anderen Seite stets von Gefahren begleitet ist). Erwähnenswert sind auch Pheromonscanner die auf viele Kilometer Distanz Produkte wahrnehmen können oder barometrische Sensoren, die sich nährende Wesen durch Veränderungen des Luftdrucks erkennen. Beliebt sind auch elektromagnetische Scanner, welche in der Lage sind Gehirnschwingungen zu detektieren. Derart komplizierte Apparaturen sind natürlich teuer und oft empfindlich, weswegen sie eher selten verbaut werden.