uw`Baaag
Quadrant: 33|160
Fraktion: Bornog-Imperium
Zone: SUKOT
Sonnensystem: Mwaaag
Sonne: Mwaaag (gelb)
Stelle: 4 von 4
Subraumgeschwindigkeit (Quadranten/Tag): 2
Subraumsicherheit: 4
Entfernung zum Spurngtor: 3,1 Tage
Auftragslage: 8
Sprungpunkte: hu`hu Hoorr, Mori rada, Mori ro, ug`Baaag
Völker: Bornog
Alchemistische Zutaten: A3 B2 C2 D1
Kennung: M4Up33p160-6
Größe: 6
Gravitation: 1,0 G
Umlaufzeit: 2,1 Standardjahre
Trabanten: gwagrooo, Amawuun
Wasserfläche: 92 %
Atmosphäre: Stickstoff 77 %, Sauerstoff 22 %, Edelgase 1 %
Subraumanschluss: Tu2QpD-SS4-D3,1D
Bevölkerungsdichte: 2 Milliarden
Bewohner: Bornog 1,2 Milliarden, Andere 0,8 Milliarden
Erstbesiedlung: Sj 148.350 (Die Smavari formen uw`Baaag und besiedeln den Planeten mit Vorfahren der heutigen Bornog.)
Techgrad: Normal
Wohlstand: Normal
Zentrum eines Imperiums
Der vierte Planet des Mwaaag-Systems ist der Regierungssitz des Bornogimperiums. Sein Name uw`Baaag bedeutet in Nogwaaar, der Hochsprache der Bornog, soviel wie Heimat. Er ist zu weiten Teilen von Wasser bedeckt und insgesamt trennen neun Meere die sechs Kontinente des Planeten voneinander. Dabei ist der dunkle Magwaarg`uwische Ozean die größte Wasserfläche mit den tiefsten Gräben, von denen manche über 20.000 Meter in die Dunkelheit hinab reichen. Die Landmassen uw`Baaags sind weitgehend von dichten Wäldern und Dschungeln bedeckt. Allerdings war dies nicht immer so. Erst vor etwa 150.000 Standardjahren wurde uw`Baaag von den Smavari geformt und für ihre damalige Sklavenspezies die Bornog bewohnbar gemacht. Von der vorherigen Flora und Fauna ist nahezu nichts übrig geblieben. Auch die Topographie des Planeten wurde grundlegend verändert. Wo es vorher nur zwei große Kontinente und keine größeren Wassermassen gab wurden die besagten Meere geschaffen. Vieles deutet darüber hinaus darauf hin, dass es auch nur einen Trabanten in uw`Baaags Umlaufbahn gegeben hat. Der Mond Amawuun weist ähnliche Mineralien und Erze wie uw`Baaag auf und stammt zweifelsfrei mit all seinen Komponenten aus dem Mwaaf-System. Der zweite Mond gwagrooo hingegen, weißt diese Verwandtschaft nicht auf. Er verfügt wie uw`Baaag selbst über eine Fülle von Leben und scheint schon vor langer Zeit mit Wasser und einer dichten Vegetation bedeckt gewesen zu sein. Wie die Smavari es vollbrachten einen ganzen Mond in das System zu verfrachten oder ob es sich bei ihm um einen Meteoriten handelte der auf seinem Flug durchs All hier vorüber kam und eingefangen wurde bleibt in der Dunkelheit der Vergangenheit verborgen.
Regen und Nebel
Das Wetter auf uw`Baaag ist stets eine Reise wert. Im etwa ein Standardjahr andauernden Sommer herrschen am Äquator Temperaturen zwischen 30 und 50 °C. Dabei wehen stets auffrischende Winde von den Küsten über das Land und machen auch die höchsten Temperaturen erträglich. Im Herbst kommt es zu einer mehrere Phasen andauernde Regenzeit, der sogenannten murg`aaaw, den Tränen des Himmels. Der Winter kühlt das Land auf Werte zwischen 10 und 20 °C ab und beschert oft weiteren Regen und starke Stürme. Vor allem viele Küstenregionen sind dann nahezu unbewohnbar. Der Nordpol uw`Baaags weist in manchen Lokaljahren Treibeis auf und verwandelt sich in eine eisstarrende Tundralandschaft, während im Süden die höchsten Gebirge des Planeten zu finden sind; auf denen das ganze Jahr über Eis und Schnee herrschen. Die Flora und Fauna uw`Baaags ist sehr vielfältig und wurde zweifelsfrei komplett von Terra übernommen. In der Pflanzenwelt herrschen riesige Urwaldbäume, dichte Farne und unzählige Blütenpflanzen vor. Doch auch Moose, Flechten und Gräser gibt es in Hülle und Fülle. Die nördlichen Kontinente sind etwas trockener und bieten hohen Gräsern und nieder wachsenden Obstbäumen einen Lebensraum, während im Süden Nadelbäume das Landschaftsbild beherrschen. Die Tierwelt des Planeten weißt Insekten, Fische, Reptilien, Vögel und Säuger auf. Vor allem letztere haben sich in den 150.000 Standardjahren prächtig an ihre jetzige Heimat angepasst, können aber ihren Vorfahren auf Terra zugeordnet werden. So bevölkern riesige Herden von Wiederkäuern die Steppen die wiederum geschmeidigen, den Katzen zugeordneten Raubtieren als Nahrung dienen.
Bild: Randis Albion
Ein erfolgreicher Versuch
Die Menschen Terras waren nicht die einzigen Versuchsobjekte zur Kolonialisierung von Planeten durch die Smavari. Wissenschaftler haben mittlerweile festgestellt, dass bei den ersten Eingriffen in die Flora und Fauna Terras viele verschiedene Spezies als Genbasis für terrageformte Welten zum Einsatz gekommen waren. Neben den Frühmenschen bis hin zum Neandertaler, machten die Smavari ebenfalls versuche mit verschiedenen Primatenarten. Einer ihrer erfolgreichsten Versuche stellen bis heute die Bornog dar. Es handelt sich bei diesen kräftigen Wesen um die Nachkommen früher Gorillarassen Terras. Wie im Falle der Menschen entführten die Smavari eine große Anzahl von Affen und entwickelten in ihren Genlaboren aus diesen halbintelligente Untergebene. Die so entstandene Dienerrasse ist heute längst ausgestorben. Meist kybernetisch aufgerüstet waren sie äußerst aggressive Krieger in schweren Rüstungen und hatten mit den heutigen Bornog nur wenig gemein, denn ihnen fehlte das Selbstbewusstsein und die Intelligenz. Fast zeitgleich mit den ersten von Menschen besiedelten Kolonien setzten die Smavari ihre Affenkrieger auch als Siedler und Wächter auf ihren Rohstoffplaneten ein. Damit dies funktionieren konnte waren massive Veränderungen an ihren zu diesem Zeitpunkt noch eher animalischen Sklaven nötig. So initiierten die alten Herren bei ihren Untergebenen die Entwicklung eines leistungsfähigeren Gehirns. Wie sie dies genau taten wird bedauerlicherweise wohl für immer im Dunkel der Geschichte verborgen bleiben, doch die heutigen Bornog sind ein beeindruckendes Zeugnis für die einstigen Möglichkeiten die den Smavari zur Verfügung standen.
Heute gilt uw`Baaag als Ursprungsplanet der intelligenten Bornog. Zwar gibt es Spuren, dass es im Nabarsystem auf dem Planeten hu`hu Hoorr ebenfalls sehr früh Bornog gegeben haben muss, doch haben sich die Wissenschaftler der SUKOT und der Bornog selbst geeinigt, das die ältesten Zeugnisse des Affenvolks tatsächlich auf uw`Baaag zu finden sind und die Bornog den Planeten deshalb als ihren Ursprung ansehen. Natürlich verleugnen sie ihre Wurzeln auf Terra keineswegs, doch die genetische Abstammung hat aus ihrer Sicht nichts mit ihrer heutigen Spezies zu tun.