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Pan-Ifpegi

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Quadrant: -29|80

Fraktion: Ifpegisches Imperium

Zone: SUKOT

Sonnensystem: Ani

Sonne: Ani (blau)

Mond: Dopif

Stelle: 2 von 4

Subraumgeschwindigkeit (Quadranten/Tag): 2

Subraumsicherheit: 4

Entfernung zum Spurngtor: 1,2 Tage

Auftragslage: 7

Sprungpunkte: Fimfam, Omefif

Völker: Ifpegen

Alchemistische Zutaten: A9 B9 C8 D8

Kennung: A2Pn29n80-8

Größe: 8

Gravitation: 1,2 G

Umlaufzeit: 1,1 Standardjahre

Wasserfläche: 43 %

Atmosphäre: Stickstoff 68 %, Sauerstoff 31 %, Edelgase 1 %

Subraumanschluss: Tu2QpD-SS4-D1,2D

Bevölkerungsdichte: 11 Milliarden

Bewohner: Ifpegen 11 Milliarden, Andere unter 50.000

Erstbesiedlung: Sj -270.000 (Die Ifpegen entwickeln sich aus primitiven Ornithoiden.)

Techgrad: Normal 

Wohlstand: Hoch 

 

Eine Welt in Grün & Blau 

Der Ursprung der Ifpegen und das Zentrum ihres Imperiums ist eine Welt von strahlendem Grün und Blau. Obwohl Pan-Ifpegi gerade einmal einen 43-prozentigen Anteil an Wasserflächen aufweist, scheint alles hier von einer dicken allgegenwärtigen Feuchtigkeit überzogen zu sein. Weite pflanzenüberwucherte Regionen wechseln sich mit Seelandschaften ab. Allerortes wächst Tang und das pilzartige Seegras, welches dem Planeten seine Farbe verleiht. Ani, die System-Sonne, ist ein Heliumriese und strahlt in kaltem blauen Licht. Im kurzen pan-ifpegischen Sommer, wenn Pan-Ifpegi seiner Sonne am nächsten kommt, herrschen am Äquator Temperaturen zwischen 3 und 9 °C. Im Winter fallen diese Werte auf 1 bis 4 °C. Selbst an den Polen kommt es nur zu geringer Eisbildung.

Man kann Pan-Ifpegi als rohstoffarme Welt bezeichnen. Diesem Umstand und der geistigen Unbeweglichkeit seiner Bewohner ist die Tatsache geschuldet, dass die ifpegische Wirtschaft und der generelle hiesige Fortschritt sich eher zäh entwickelt. Die Ifpegen brauchten zum Beispiel äußerst lang, die nötigen Bedingungen für wirkungsvolle Raumantriebe zu schaffen.

Das Pan-Ifpegi-Trauma

Als im Standardjahr 2.169 die Organe der Intergalaktischen Allianz den verbliebenen Rat der Nationen Terras aus dem Joch der aCoon befreite und so der Verordnung DATA526,1|000.004 von Antaris genüge tat, war die Freude auf Seiten der Terraner geteilt. Viele Menschen glaubten nicht an die Lauterkeit der IGA und der SUKOT. Es kam zu zeitraubenden Disputen mit der terranischen Übergangsregierung in Süd-Ost-Asien und dem Völkerrat über die Bedingung der Eingliederung in die SUKOT. Hierbei ging es hauptsächlich um die Auslegung der Gesetze. Seitens des Allianzrates gab es ebenfalls Bedenken was die Anerkennung der Menschen betraf, da viele Kommissare der IGA in ihnen weder eine freie, noch eine genetisch reine Spezies sahen (zu diesem Zeitpunkt noch eine Grundbedingung zur Aufnahme).

Erst im Standardjahr 2.217 kam es schließlich zur Aktivierung des Eintrittsabkommens. Beteiligt waren die terranischen Völker Asiens und die des Rates der Vereinten Nationen. Im Zuge dieser politischen Veränderung wurden Dutzende von Umsiedlungsprogrammen ins Leben gerufen. Gemäß Artikel 5 Absatz 3 der Intergalaktischen Gesetzdaten zur Anpassung der technologischen Entwicklung von Mitgliedswelten (IgGdATEvM) war eine langsame Eingliederung vorgesehen. Regelungsinhalt dieses Gesetzes ist die erlaubte Anpassungsgeschwindigkeit der Technik der unterprivilegierten Völker an den Stand der IGA (oder im vorliegenden Fall der SUKOT). Die reale Auslegung dieses Artikels und die Vorstellung von langsam divergierten allerdings bei einigen Völkern der IGA. Wer einen Nutzen in der Arbeitskraft der anpassungsfähigen Humanoiden sah, verteilte sein Know How großzügig gegen Dienstverschreibungen. Dies machte viele Menschen erneut zu Sklaven, wenn auch dieses Mal unter dem Deckmantel einer Entlohnung. 

Im Standardjahr 2.228 wandten sich eben in diesem Sinne die Ifpegen an die Bevölkerung von Nordamerika und Grönland. Diese gehörten im Standardjahr 2.217 nicht den Vereinten Nationen an und waren somit jetzt auch keine eingetragenen Mitglieder der SUKOT. Diesen Umstand übersahen die Ifpegen großzügig und nahmen über 38.000 Männer, Frauen und Kinder mit ins Weltall. Ihr Ziel war der Planet Daruva und dessen dreizehn Monde. Auf acht der Trabanten wurden starke Vorkommen von Antanium und Zinnobererz gescannt. Da es sich bei Daruva um einen terraähnlichen Planeten handelt, waren die Siedler mit ihrem neuen Heim zufrieden. Für die Ifpegen ist der Abbau von Antanium unter dem Licht der Cabina-Sonne Daruvas praktisch unmöglich. Das Antanium aber brauchen sie notwendigerweise zum Bau ihre Flüssigkern-Hyperdrives. So war die neue Menschenkolonie auf Daruva für beide Seiten von wirtschaftlichem Vorteil. Eine vertragliche Grundlage für die Umsiedlung gab es zu keinem Zeitpunkt. Wie nicht anders zu erwarten, kippte der Frieden schon nach kaum dreißig Standardjahren. Nach einem schrecklichen Minenunfall auf dem daruvarischen Mond Gondes kam es bei den Menschen zu einem unerwarteten Regierungswechsel. Der neue erste Mann, ein Erzkonservativer namens Doran Shortsunt, war der Meinung, höhere Gewinne erzielen zu können. Die zunächst erfolgsversprechenden Verhandlungen mit den ifpegischen Offizieren vor Ort scheiterten. Ohne Vorwarnung änderte die ifpegische Führung ihre Vorgehensweise und beschloss, die Menschen mittels Embargo gefügig zu stimmen. Die Blockade dauerte über sechs Phasen. Dann steuerte der daruvanische Erzfrachter MSD-45 Caruso, welcher bereits vor dem Konflikt seine Fahrt aufgenommen hatte, den Heimatplaneten der Ifpegen im Ani-System an. Der Frachterkapitän Anson Kalis nahm Kurs auf die Hauptstadt Pan-Ifpegis. Jeder Versuch, ihn von seinem Plan abzubringen scheiterte. Im Standardjahr 2.247 wurde Kalis Schiff beim Eintritt in die Atmosphäre zerstört. Der Trümmerregen lösche Tausende von ifpegischen Gemeinden aus und richtete vor allem in der planetaren Hauptcivic Fentiel verheerende Schäden an. Es kam zu einem militärischen Gegenschlag, bei dem wiederum über die Hälfte der Menschen auf Daruva ihr Leben verloren. Fast ein ganzes Standardjahr tobte ein erbitterter Krieg zwischen den Schiffen der Ifpegen und den Minenarbeitern und deren Frachtern. Zu diesem Zeitpunkt griff schließlich die SUKOT, vornehmlich die Kirner Heeresführung in den Konflikt ein. Ifpegischen Schiffen wurde der Anflug auf Daruva verwehrt. Begründet wurde dies mit der Regelung in Artikel 23 Absatz 2 der Intergalaktischen Gesetzdaten zum Eigentumserwerb und der Besiedelung von Territorien (IgGdEBT). Nach diesem Artikel ersitzen sich Völker bei einer Besiedelungsdichte, die ihrer Reproduktionsrate entspricht und einer Besiedelungsdauer von mindestens einer Generation das Recht am besiedelten Territorium. Die Durchsetzung dieses Gesetzes durch eine Sonderkommisision der IGA und der SUKOT sollte den Minenarbeitern zu Gute kommen, forderte stattdessen aber einen gewaltigen Tribut. 

Im Standardjahr 2.252 wurde auf Daruva das Enteignungs-Gesetz erlassen, welches die Entschädigungsleistungen an die enteigneten Völker regelt. Nach diesem Gesetz muss ein Drittel der Erträge Daruvas an die ursprünglichen Eigner des Planeten abgeführt werden. Der Zeitraum dieser Entschädigungsleistung berechnet sich nach der Reproduktionsrate des Schuldners für zehn Generationen. Im Falle der unglücklichen Daruvianer wurde die Leistungszeit auf 250 Standardjahre festgesetzt. Darüber hinaus wurde den Ifpegen für die selbe Zeitspanne das Vorkaufsrecht für alle auf den Daruva-Monden geförderten Mineralien eingeräumt. Die Preisregulierung unterliegt hierbei der Gutachterkommission eines neutralen Schätzmeisters der IGA. Dieser urteilt in der zu diesem Zweck neu gegründeten offiziellen IGA-Botschaft auf Daruva.

Die Standardjahre 2.247 bis 2.255 gelten in der Historie der SUKOT als Zeitspanne des Ifpegischen Krieges. Trotz der Versuche der IGA den Konflikt zwischen den Ifpegen und den Daruvianern friedlich zu einem Abschluss zu bringen, kamen die Kirn ihren Nachbarn zu Hilfe und weiteten die Uneinigkeit zu einem Krieg zwischen den Menschen und den Ifpegen aus. Immer wieder kam es zu Zusammenstößen von Schiffen des Kirner Sternenheeres und ifpegischen Frachtern, bis auch die Ifpegen Kriegsschiffe entsandten. Seither ist es bewaffneten  Schiffen der Kirn strikt untersagt die Grenzen des Ifpegischen Imperiums zu durchdringen und der Handel zwischen den Ifpegen und der SUKOT leidet nach wie vor unter diesen Bedingungen. Es ist überflüssig zu betonen, wie schlecht das Verhältnis zwischen den Menschen und den Ifpegen ist. Für die Ifpegen sind alle Menschen gleich. Sie unterscheiden nicht zwischen den Vorfällen auf Pan-Ifpegi und den vielen anderen Kulturen, in denen Menschen mit nichtmenschlichen Völkern in Frieden leben. Das Trauma des Pan-Ifpegi-Unglücks sitzt tief und es ist nur eine Frage der Zeit, wie lange es dauert, bis es wieder zu Auseinandersetzungen kommt.