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siva`s ND

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Quadrant: -4|133

Fraktion: Shivaiten

Zone: SUKOT

Sonnensystem: Suraja

Sonne: Suraja (rot)

Monde: Ananda, Daksha, Ganesha, Himalaya, Kailash, Linga, Nandi, Sati, Vahana, Yoni

Stelle: 5 von 6

Subraumgeschwindigkeit (Quadranten/Tag): 2

Subraumsicherheit: 3

Entfernung zum Spurngtor: 0 Tage

Auftragslage: 10

Sprungpunkte: Abondadjire, Aldarn, Duniya, Fan Jen Doro, Helion, Inja, Jerc, Neela, Nunea, Pec, Vecura

Völker: Nandi, Phani, Shivaiten

Alchemistische Zutaten: A1 B2 C7 D7

Kennung: S5Sn4p133-9

Größe: 9

Gravitation: 1 G

Umlaufzeit: 1,0 Standardjahre 

Wasserfläche: 82 %

Atmosphäre: Stickstoff 78 %, Sauerstoff 21 %, Edelgase 1 %

Subraumanschluss: kT2QpD-SS3-D0,5D

Bevölkerungsdichte: 18 Milliarden

Bewohner: Shivaiten 16 Milliarden, Andere 2 Milliarden

Erstbesiedlung: Sj -1.066 (Smavarische Sklavenjäger besiedeln Kamuran (das heutige siva`s ND) mit Kanka-Sklaven.)

Techgrad: Hoch

Wohlstand: Sehr hoch

 

Sitz des Gottkaisers 

Über 16 Milliarden Menschen und darüber hinaus weitere zwei Milliarden nichtmenschliche Bewohner leben auf siva`s ND. Begonnen hat die Besiedlung der Zentralwelt des Shivaismus jedoch vor sehr langer Zeit unter dem Namen Kamuran. Erst lange nach der Erstbesiedlung und nach der Befreiung der Menschen und Kanka, die hier unter den Smavari in Sklaverei lebten, wurde sie Sj 313 zu Indraprastha und noch später, im Standardjahr 1.809 zu siva`s ND umbenannt. Der Name ND setzt sich aus New,  einem anglesischen (einer terranischen Allgemeinsprache) Wort für neu und Deli, welches dem Hindustani-Wort dil für Hügel entspricht, zusammen. Hierbei sei bedacht, dass es auf Terra eine Civic namens Delhi (oder Dehli) gibt. Ein Zusammenhang zwischen den beiden Namen liegt also nahe, da die Herkunft der Menschen (Shivaiten) sNDs terranischen Ursprungs ist. Dennoch gibt es Diskrepanzen. Allein die zeitliche Komponente ist schwer nachvollziehbar. Neu Deli sollte ja neuer sein als das Delhi Terras. Leider kann aber nicht genau bestimmt werden, welcher der beiden Namen zuerst da war. Es bleibt die Möglichkeit, dass es die Devas (Götter) selbst waren, die für die Namensgleichheit sorgten. Der Zusammenhang mit dem Wort Hügel ist passend, da siva`s Avatar seinen Namensplaneten in spielerischer Abwertung gerne Brocken oder Stein nennt. 

 

Größe und Schönheit

Der fünfte Planet des Suraja-Systems ist eine große Welt mit vielen blühenden Kulturen. Seine Oberfläche ist von violetten Ozeanen, endlos erscheinenden Wäldern und Flusslandschaften bedeckt. Kaum eine andere Welt der SUKOT kann es mit der Landschaftsvielfalt sNDs aufnehmen. Im Sommer herrschen um den Äquator Temperaturen zwischen 25 und 45 °C. Der Süden ist deutlich wärmer als der Norden. Einzig der Nordpol weist eine ganzlokaljährige Permaeisschicht auf. Im milden Winter fallen die Temperaturen um zehn bis zwanzig Grad. Dann kann es in den Höhenlagen zuweilen auch zu Schneefällen kommen. Der Draigana Vapasa im Bangjalkanihochland, hat eine Höhe von über 13.000 Metern. Den tiefsten Unterwassergraben weist das Grüne Meer vor den Küsten Uvanpaitis mit über 24.000 Metern Tiefe auf. Die Pflanzen und Tierwelt sNDs ist ebenfalls unglaublich vielfältig. Viele Wissenschaftler sehen in sND die Wiege des Lebens. Andere glauben, die Smavari, die einstigen Herren sNDs, hätten den Funken des Lebens von ihren Heimatwelten im Mirthas`Eysmi-Sektor hierher gebracht. Doch auch Terra, die Nachbarwelt sNDs, weist uraltes Leben auf und die meisten Spezies auf sND sind mit jenen Terras genetisch verwandt. Als erwiesen gilt, dass die Smavari die Menschen von Terra holten, um sND mit ihnen zu besiedeln.

Unter den Augen der Wölfe

In grauer Vorzeit war das heutige sND einer der ersten smavarischen Kolonialplaneten. Damals trug er den Namen Kamuran, der mit erreichtes Ziel aus dem Smavarischen übersetzt werden könnte. Eine genaue Übersetzung ging im Laufe der Zeit verloren. Sj -1.066, vor der Besiedlung durch Menschen, brachten smavarische Sklavenjäger ihrer Heimat Amina Parin entrissene Kanka hierher. Doch die Smavari waren mit der Rohstoffausbeute durch diese Sklaven nicht zufrieden. Viele der Kanka erkrankten an tödlichen Seuchen. Sie stellten sich bald als unzureichend anpassungsfähig für den Planeten heraus. Schließlich sandten die Smavari ihre Jäger erneut aus, um nach einer anderen Sklavenspezies Ausschau zu halten. Nachdem man vorher schon Kusunn`Tchet erfolgreich mit terranischen Menschen besiedelt hatte, beschloss man kurzerhand, im Standardjahr -1.008 zehntausende von Menschen aus Zentralasien, Indien und Indonesien Terras nach Kamuran zu bringen. Die Terraner waren eindeutig die besseren Arbeiter und gewöhnten sich schnell an ihre neue Heimat. Sj -922 kam es dann zu den ersten Konflikten zwischen der menschlichen Bevölkerung und den verbliebenen Kanka. Die religiöse Uneinigkeit der sich ansonsten recht ähnlichen Spezies entzweite sie und führte zu Unruhen, die von den Smavari mit harter Hand niedergeschlagen werden konnten. Etwa zu dieser Zeit, um Sj -900 entstand auch die Sekte der Jisaku auf Kamuran. Die Kanka zogen sich immer mehr in ihre religiösen Schutzhüllen gegen die Gefangenschaft durch die Wölfe (wie sie die Smavari nannten) zurück.

Schließlich begann im Standardjahr -801 eine Revolte, die heute die neun Jahre der Befreiung genannt wird. Angeführt von Mahaba Lagan, einem Propheten des tanzenden Gottes siva, begannen sich die Sklaven gegen ihre Unterdrücker aufzulehnen. Hierbei ist die Rolle der Kanka nicht eindeutig nachgewiesen. In Überlieferungen sollen sie auf der Seite der Menschen, in anderen wiederum auf der Seite der Smavari gekämpft haben. Doch den verbliebenen Datenkristallen der Kanka selbst, hassten sie die Smavari ebenso wie die Menschen. Es ist also wahrscheinlicher, dass es entweder schon in dieser frühen Zeit drei Parteien gab, oder sich die Kanka neutral verhielten. Neun Standardjahre herrschten Straßenschlachten und Partisanenkämpfe. Schließlich endete der Konflikt mit der Übernahme des Kamuranischen Zentralraumhafens Baikutta (der heutigen Megacivic Bagalaga) durch die Aufständigen. Damit riss die Verbindung zwischen Kamuran und den smavarischen Heimatwelten ab. Unzählige Smavari, deren Kriegsvolk (Dainar und Dromoren), Kanka und Menschen kamen in dieser Zeit ums Leben. Nach der Befreiung von ihren Freunden übernahmen die Menschen im Standardjahr -766 endgültig die Macht über den Planeten. Die religiösen Streitereien zwischen ihnen und den Jisaku (in dieser Zeit gehörten Kanka und Menschen dieser Sekte an) kamen fürs Erste größtenteils zum erliegen, da die Ausübung dieser Religion kurzerhand verboten wurde. Die wenigen verbliebenen Kanka, welche die Befreiungskriege überlebten, wurden interniert. Menschlichen Kollaborateure wurden hingerichtet oder aus den Gemeinden verstoßen. Es ist kaum verwunderlich, dass in diesen schweren Tagen auch die ersten Terrorzellen der Jisaku entstanden.

Unerwarteter technischer Aufschwung

Die fürs Erste geschlagenen Smavari wollten ihre Hauptwelt innerhalb der Suna Kolonial-Territorien nicht so einfach als verloren aufgeben. Im Standardjahr -750 entführten sie erneut terranische Menschen, bildeten sie zu Soldaten aus und führten sie gegen ihre eigene Spezies auf Kamuran. Doch der Angriff schlug fehl. Die Propheten siva`s begegneten den Neuankömmlingen mit ihren zwischenzeitlich entstandenen psionischen Fähigkeiten und siegten, ohne dass eine einzige Waffe abgefeuert werden musste. Die Angreifer stellten sich an die Seite der Shivaiten und so traten die Menschen erneut gegen die Smavari an. Dieses Mal kaperten sie Sternensegler und Schlachtschiffe und kamen so in den Besitz smavarischer Technik. Sie lernten diese zu gebrauchen und kopierten alles, was sie verstanden. Eine lange Zeit des Wiederaufbaus und der Reorientierung folgte. 

 

Der Lange Konflikt

Über 760 Standardjahre nach der Befreiung der Shivaiten von den Smavari kam es zu erneuten schweren Unruhen. Der Lange Konflikt (Sj 12 bis 82), ein fast fünfundsechzig Standardjahre anhaltender Religionskrieg, bremste den Fortschritt auf Kamuran. Die sechs Herrscher der Menschheit, genannt die Brüder, stritten sich über die Art der Anbetung der Götter und deren Einbindung in die politische Infrastruktur des Planeten. Hierbei vertraten die Hardliner, die sogenannten Herren der hohen Stirn, die Meinung, dass nur wahrhaft von einem der Götter Berührte (Avatare) an der Regierung der Bevölkerung beteiligt sein dürften. Die gemäßigteren Anhänger der weißen Turbane, versuchten eine vom Volk gewählte Regierung an die Macht zu bringen. Immer wieder kam es zu Ausschreitungen, Terroranschlägen und irregulären Regierungswechseln. Erst sechsundsechzig Standardjahre später, im Standardjahr 78, nahm sich der Patriarch Nataraja Guatana, der zu dieser Zeit amtierende Herr von Kamuran und seines Zeichen oberstes Auge der Herren der hohen Stirn von Chanbari (dem späteren Devhom), die Tochter des Patriarchen Chuka Kombnubi, ein junges Mädchen namens Parvati zur Frau. Die Allianz dieser beiden mächtigen Brüderhäuser gab Nataraja die alleinige Macht über die Raumflotte Kamurans. Seine Truppen besetzten schnell die von Unruhen geplagten Zonen und erzwangen mit harter Hand den Frieden.

Indraprastha 

Im Standardjahr 313 herrschte immer noch ein Nachfahre des großen Nataraja Guatana. Er trug den Namen Nataraja Mambi Guatana und gab Kamuran den Namen Indraprastha (dem alten Namen des terranischen Delhi).

Avatare der Devas

Von epochaler Wichtigkeit war auch das Standardjahr 722, in dem Wissenschaftler die Geheimnisse der smavarischen Genregeneratoren entschlüsselten. Nun waren sie in der Lage, Leben zu klonen. Im Standardjahr 743 wurde Nataraja Guatana der 6. von den Herren der hohen Stirn zum leibhaftigen Avatar siva`s ernannt. Es gilt die erwiesen, dass er der erste Mensch war, der den wahrhaftigen ewigen Funken siva`s Göttlichkeit in sich aufnahm und sie Avatar des Gottkaisers über die Kinder der Devas, die Shivaiten herrschte  Von dieser Zeit an stellte der Shivaismus die größte Religion auf Indraprastha und den zwischenzeitlich von Shivaiten kolonialisierten Welten dar. Im Zentrum dieser Macht stehen bis zum heutigen Tage der Avatar Nataraja und sein Weib, der Avatar der Devi Parvati. Diese beiden Glaubenswächter leben Dank der Kraft der künstlichen Reinkarnation, welche auch heute noch durch sogenannte Seelenmondsteine vollzogen wird. Jeder Avatar herrscht zehn Standardjahre. Danach ist sein sterblicher Leib verbraucht und muss durch einen jüngeren ersetzt werden. Dabei wird der Geist des göttlichen im Menschen in den Seelenmondstein gezogen und dann dem neuen Avatar in die Stirn implantiert. Die Namen Nataraja und Parvati, das Liebespaar, welches einst den langen Konflikt mit ihrem Glauben und ihrer Liebe zum Erliegen brachten, werden von Generation zu Generation weitervererbt. Die Erwählung zum Avatar ist die größte Ehre, die einem Shivaiten widerfahren kann. Sie erfordert zahllose Prüfungen und Reinigungszeremonien.

 

Götter, Priester, Wundertäter & Asketen

Der männliche Avatar, beziehungsweise siva`s Geist selbst, entscheidet als letzte Instanz über Krieg und Frieden, Entstehung und Vergehen der shivaitischen Welten. Sein Weib Parvati ist für die Wissenschaften und Bildungseinrichtungen zuständig. Den Avataren unterstellt, dient die Kaste der Priester und jene der Wundertäter. Die Priesterinnen und Priester, durch einen kleinen, rot gefärbten Seelenmondstein gekennzeichnet, kümmern sich um die eigentliche Regierung sNDs. Sie stellen sowohl die Außen-, als auch die Innenpolitiker und kümmern sich um den Handel und die Gesetzgebung. Im Volk sind ihre Vertreter seit jeher nicht sonderlich beliebt, da sie dazu neigen, die erlassenen Gesetze eher mit Härte denn mit Güte umzusetzen. Die Wundertäter oder Asketen hingegen sind eher volksnah. Sie zeichnen sich das Symbol siva`s, sein auf dem Kopf stehendes Herz, in weißer Altisalbe auf die Stirn, tragen keine Seelenmondsteine und üben sich in Armut und Meditation. Viele von ihnen sind wie die Priester Psionten, weise Männer und Philosophen. Ihr Einfluss auf das Volk ist groß, gelten sie doch als erhaben und unbestechlich durch Macht und Korruption.

siva`s ND

Das letzte wichtige Datum, welches hier genannt werden soll, ist das Standardjahr 1.809, in dem die Shivaiten schließlich Indraprastha zu siva`s ND umbenannten. Auch dieser Name, er bedeutet soviel wie Hügel, entstammt alten religiösen Schriften und wurde unter Umständen von Terra nach sND transportiert. Heute gilt sND als größter Handelsplatz und spiritueller Sammelpunkt für alle Gläubigen Shivaiten.

 

Krieger des Tänzers

  • Nandi › Die göttliche Garde der Nandi (Stiere) ist eine Eliteeinheit, die zum Schutze der Avatare ausgebildet wird. Es gibt auf sND stets ein Kontingent von etwa 20.000 dieser gewaltigen Krieger. Jeder Nandi muss zumindest leichte Psitalente in sich tragen. Nandis sind genetisch verändert, ertragen weit mehr Belastung und Schmerz als normale Menschen und sie erhalten nach ihrer Weihe den Nandipanzer. Diese sechsarmigen Exoskelette können nur angelegt werden, wenn ihre Träger tatsächlich über sechs (genetisch implementierte) Arme verfügen. Zu diesem Zweck bekommen die Nandi schon im frühen Kindesalter ihre Smidas (vier dünne Genopoden) eingepflanzt. Stößt das Kind diese ab, ist seine Familie nicht auserwählt und verliert ihrer Ehre und all ihren Besitz.
  • Volkssoldaten › Unter den Nandi stehen die Volkssoldaten. sND verfügt über etwa acht Millionen dieser Bodentruppen. Sie sind mit Luftlandeeinheiten, Panzern und kleinen Raumschiffen ausgerüstet.
  • Vishwanatha › Ihnen zur Seite steht die Flotte der Vishwanatha (Diener des Herren des Universums). Diese Streitmacht an Raumschiffen, Kapitänen und Weltraumsoldaten sucht in der SUKOT ihres Gleichen. Nach derzeitiger Schätzung unterstehen den shivaitischen Sternenstreitmächten tatsächlich mehr Schiffe als der Kirner Heerestreitmacht.
  • Die Namenlosen › Angehörige der vierten Institution nennen sich die Namenlosen. Diese Millionen von Spionen und Attentätern, die sich in verschiedene Organisationen unterteilen, stehen fanatisch zu ihrem Glauben und würden jederzeit ihr Leben für diesen geben. Ihre Waffen sind Intrigen, Gifte und Schatten.

 

Vahanas Reichtum

Die Hauptrohstoffe sNDs sind Agrarerzeugnisse, Holz, Wasser, Metalle und Edelsteine. Noch reicher an wichtigen Rohstoffen aber ist der siebte der vielen Trabanten des Planeten. Sein Name lautet Vahana, nach dem mythischen Reittier sivas. Auf diesem Mond sind große Vorkommen des Seelenmondsteins zu finden. Dieses Material ist ein Kristall der Quarzfamilie und hat die besondere Eigenschaft, transzendente Energien speichern zu können. Reine Seelenmondsteine sind in der ganzen Galaxie begehrte und seltene Handelsobjekte. Neben Vahana sind nur wenige andere Fundorte bekannt.

Shivaitische Feiertage

  • St 014 › Pongali (Winterfest)
  • St 096 bis 100 › Holi Holika (Frühlingsfest) der Shivaiten
  • St 188 › Guru Purnima (Feiertag zu Ehren der spirituellen Meister)
  • St 211 › Sonnenfeier der Shivaiten
  • St 265 bis 270 › Devali (Gebetsfest zu Ehren der Götter)
  • St 303 › Chatha Surya (Feiertag zu Ehren der Sonnen als Gottheit)